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Ratzeck

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Dienstag, 5. Mai 2009, 21:50

Enterprise

Die Enterprise ist ein Fahrgeschäftstyp der Schwarzkopf GmbH aus Münsterhausen, der Maschinenfabrik Huss Rides aus Bremen und von Heinz Fähtz.

Entstanden im Jahr 1973, galt die Enterprise in den 1970er und 1980er Jahren als eines der beliebtesten Überkopffahrgeschäfte auf deutschen Volksfesten. An einem Radkranz mit 18 bis 22 Meter Durchmesser sind außen frei schwenkende Zwei-Personen-Gondeln angebracht. Der Motor beschleunigt das Rad auf 14 Umdrehungen in der Minute, wobei der Fahrgast durch die entstehende Zentrifugalkraft in den Sitz gedrückt wird. Danach hebt sich der Arm mit dem Rad bis zu einem Winkel von fast 90 Grad. In dieser Position erfährt der Fahrgast frei sitzend alle vier Phasen des Loopings. Es kommen keinerlei Personenrückhaltesysteme zum Einsatz, die Mitfahrer werden allein durch die Beschleunigung im Sitz gehalten. Die Gondeln sind während der Fahrt allerdings mit einem Gitter verriegelt.

Bis in die Anfänge der 1990er Jahre hinein waren über zehn dieser mobilen Fahrgeschäfte in Deutschland im Einsatz, alleine zwei gastierten jedes Jahr inklusive 1990 auf dem Münchener Oktoberfest. Zwischen 1994 und 2004 war der Fahrgeschäftstyp Enterprise nicht mehr auf der Theresienwiese aufgebaut.

Schwarzkopf

Die erste Enterprise von Schwarzkopf wurde im Jahr 1973 gebaut. Sie hatte wie die Enterprise II, die nur ein anderes Podium besaß, 16 Gondeln für insgesamt 32 Personen. 1975 kam Enterprise III mit 21 Gondeln auf den Markt. 1978 stellte die Firma die Enterprise IV, wieder mit 16 Gondeln, als mobile und stationäre Version vor. Insgesamt wurden von Schwarzkopf über 20 Fahrgeschäfte dieses Typs gebaut. Eine Schwarzkopf Enterprise ist im Attractiepark Slagharen (Niederlande) zu finden.


Huss

Seit 1975 wurden sowohl mobile als auch stationäre Anlagen von Huss, als verbesserter Nachbau des Schwarzkopf Geschäfts, produziert. Die Karussells von Huss besitzen 20 Gondeln und einen hydraulisch angetriebenen Arm. Insgesamt stellte Huss ca. 50 Auslieferungen diese Fahrgeschäftstyps her. 1979 wurde eine größere Version namens Sky Lab mit 15 Gondeln für je vier Fahrgäste vorgestellt, aber nur dreimal gebaut.

Die einzige heute noch in Deutschland betriebene, mobile Huss Enterprise ist im Besitz der Schaustellerfamilie Zehle aus München, trägt den Namen Mondlift, ist in der Lage, rückwärts zu fahren und ist seit 2005 auch wieder auf dem Münchener Oktoberfest vertreten. Fest installierte Anlagen sind zum Beispiel im Freizeitland Geiselwind, Heide-Park oder Serengeti-Park zu finden.

Heinz Fähtz

Auch Heinz Fähtz stellte mehrere Nachbauten der Schwarzkopf Enterprise mit 16 Gondeln her. Das letzte bekannte Modell steht im Freizeitpark Darien Lake in New York, Vereinigte Staaten.

Andere Varianten

Von verschiedenen tschechischen Herstellern wird unter dem Namen Centrifuga eine Variante der Enterprise mit 16 Gondeln für je zwei Fahrgäste gebaut. Anders als bei den anderen Herstellern sitzen die Mitfahrer hier neben- nicht hintereinander.

Quelle
Gruß Marcel
Öffentlichkeitsarbeit BelantisFans.de

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