Am gestrigen Sonntag hatte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem führenden Mitarbeiter von Belantis. Den Inhalt dieses fiktiven Gespräches möchte ich euch nicht vorenthalten.
Raro: Lieber Herr xxx, viele Besucher von Belantis sind nicht darüber erfreut, dass es eine Erweiterung des Parkes wohl erst zum Jubiläum 2012 geben wird.
Herr xxx: Wer das behauptet, weiß nicht Bescheid. Im Gegenteil; nach Beendigung der Saison 2009 werden umfangreiche Erdarbeiten das Gelände zwischen Belanitus Rache und dem Schloß landschaftlich umgestalten. Das Gebiet ist so groß, dass hier gleich 2 neue Themenbereiche gestaltet werden. Direkt im Anschluß an Belanitus Rache wird es einen südamerikanischen Bereich geben. Auf dem Gelände neben dem Schloß werden wir den Bereich Afrika entstehen lassen. Beide Bereiche werden parallel entstehen und im Jahr 2011 fast fertiggestellt sein.
Raro: Am meisten interessiert die Besucher natürlich, welche Fahrgeschäfte dort vorgesehen sind.
Herr xxx: Im Bereich Südamerika fühlen wir uns den alten Hochkulturen verpflichtet. Es wird eine sehr umfangreiche Wasserfahrt geben. Auf einer Hochebene steigt man in runde Boote und nach kurzer ruhiger Fahrt verschwindet das Boot in einer Höhle. Es folgt eine rasante Abwärtsfahrt in ein unterirdisches Höhlensystem. Hier wird Laserlicht eine große Rolle spielen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt gelangt man in eine große Schatzkammer. In deren Mitte wird man von einer ca. 12m hohen Fontäne durch eine Öffnung in der Höhlendecke nach oben befördert.
Raro: Wie soll das funktionieren?
Herr xxx: Selbstverständlich befindet sich in der Fontäne ein Hydrauliklift. Den wird man aber hinter einem Wasservorhang nicht sehen. Natürlich wird das Wasser farbenprächtig angestrahlt. Die gesamte Fahrt wird ein Schmaus für Augen und Ohren.
Raro: Das klingt so, als wenn hier sehr in die Tiefe gebaut wird?
Herr xxx: Nein, der größte Teil der Anlage ist oberirdisch und wird als Maja-Tempel thematisiert.
Raro: Welche Pläne gibt es denn für Afrika?
Herr xxx: Hier wird es in der ersten Phase ein Affenkarussel geben, ein Fahrspaß für die ganze Familie. In runden Käfigen für 1 bis 4 Personen wird man von den großen Tieren Afrikas durch einen Affenwald transportiert. Die animierten Affen tragen Körbe, in die man während der Fahrt „Bananen“ katapultieren kann. Nach jedem Treffer führt der Käfig eine rasante Drehung aus. Jeder kann somit selbst beeinflussen, ob er nach der Fahrt kurzfristig die Orientierung verliert oder ob es nur eine ruhige Safari wird.
Gegen Ende des Jahres 2011 beginnt dann in Südafrika der Bau einer großen Achterbahn.
Raro: Darauf werden sich viele freuen. Können Sie schon etwas genaueres über diese Bahn sagen?
Herr xxx: Nicht sehr viel. Sie wird nicht mit Schlitten und nicht mit großen Zügen fahren, sondern mit Wagen für jeweils 12 Personen. Damit können wir uns auf unterschiedliche Besucherzahlen gut einstellen. Auf jeden Fall wollen wir so lange Wartezeiten verhindern, wie sie oft beim Drachenritt auftreten. Über das Layout der Bahn kann ich noch nichts konkretes sagen, da die Gespräche darüber mit dem Erbauer noch nicht abgeschlossen sind. Jedenfalls werden wir uns mit dieser Attraktion nicht hinter anderen Parks verstecken müssen.
Raro: Wann wird diese Superbahn eröffnet?
Herr xxx: Mit der Saisoneröffnung 2012 wird auch die Mega-Achterbahn ihren Betrieb aufnehmen.
Raro: 2012 ist ja die 10. Saison. Was ist in diesem Zusammenhang geplant.
Herr xxx: Zunächst die Eröffnung der neuen Achterbahn. Neue Investitionen wird es 2012 keine geben. Wir wollen im Jubiläumsjahr nicht bauen sondern feiern. Dazu gibt es eine große Show im Pyramidentheater, wo wir an die 10 Jahre Belantis erinnern möchten. Stunts gehören genauso dazu wie asiatische Kampfkunst und die Magie des Orients, das ganze verpackt in mitreißende Musik und garniert mit Licht- und pyrotechnischen Effekten. Es wird sehenswert und die Pyramide wird wieder gut gefüllt werden.
Raro: Damit kennen wir nun die Pläne für die Parkentwicklung. Ist damit das Ende des Ausbaus erreicht?
Herr xxx: Keineswegs! Bereits 2013 wollen wir den Bereich zwischen Schloß und Pyramide gestalten. Da es der südlichste Teil des Parks ist, soll hier eine Polregion, sagen wir der Südpol, entstehen.
Raro: Wie muß man sich das vorstellen?
Herr xxx: Da wir etwas Platz gewinnen müssen, wird Buddels Jahrmarkt zunächst auf die andere Seite des Schlosses, also neben das Cafe, verlegt. Um eine direkte Sichtbeziehung zwischen Mittelmeer und Südpol zu verhindern wurde schon vor der Eröffnung des Parks ein Erdwall errichtet. Der Hauptzugang zum Pol erfolgt direkt vom Schloß. Man kommt zunächst auf einen freien Platz, mit dem es eine besondere Bewandnis hat. Es schließt sich dann ein Bauwerk an, dass aus durchscheinenden und miteinander verbundenen Halbkugeln besteht. Diese Architektur soll an Iglus erinnern. In einem Iglu kann man Eisspezialitäten kaufen, in einem weiteren gekühlte Getränke. Die drei kleineren Iglus dazwischen bieten gemütlichen Aufenthalt bei passender Klimatisierung.
Raro: Das wichtigste: Ist auch an Fahrgeschäfte gedacht?
Herr xxx: Natürlich. Zunächst wird es eine Kinderachterbahn geben. Diese wird als Pinguinbahn thematisiert. Und im Jahr 2014 kommt für alle Adrenalin-Süchtigen eine Bobbahn dazu, die alle bisher bekannten Bobbahnen in den Schatten stellen wird.
Raro: Was hat es nun mit dem freien Platz zwischen Schloß und Iglu auf sich?
Herr xxx: Wir werden zukünftig wieder in der Weihnachtszeit ein Winter-Wunderland auf dem Schlosshof einrichten. Wenn man vom Schloß zum Polbereich geht, findet man hier eine Kunsteisbahn vor. Die Iglus passen da auch gut dazu. Sie sind dann beheizt und beherbergen eine Ausleihstation für Schlittschuhe und einen Glühweinverkauf.
Raro: Ich bedanke mich für die vielen Informationen und wünsche dem Park und allen seinen fleißigen Mitarbeitern viel Erfolg bei der Umsetzung. Aber eine kleine Frage hätte ich noch: Wie kommt es, dass Sie so viele Informationen preisgeben, während doch bisher alles geheim gehalten wurde?
Herr xxx: Wir haben erkannt, dass wir unseren Park nur mit unseren Besuchern und Fans zum Erfolg führen können. Dazu gehört eben auch ein vertrauensvoller Dialog, damit sich die Fans auf das Kommende freuen können und nicht verärgert sind. Sie sehen also, dass es sich auch in den Folgejahren immer lohnt, eine Saisonkarte zu kaufen! Von Jahr zu Jahr mehr!